Unter der Lei­tung von Mar­kus Good, Win­ter­tou­ren­chef SAC Uzwil) fand am letz­ten Wochen­en­de auf der Sell­amatt die Ski­tou­ren­aus­bil­dung des SAC Uzwil statt. In die­sem zwei­tä­gi­gen Kurs wur­de für Neu­ein­stei­ger und akti­ve Tou­ren­gän­ger der Sek­ti­on am Sams­tag geübt und am Sonn­tag ein Lawi­nen­nie­der­gang 1:1 durch­ge­spielt.

Die Aus­gangs­la­ge war wie folgt: Eine SAC Tour war ange­sagt ins Gluris­tal / Lawi­nen­bul­le­tin (erheb­li­che Lawi­nen­ge­fahr) / Hän­ge über 30Grad lawi­nen­ge­fähr­det. Der Lei­ter wähl­te trotz­dem eine Rou­ten­wahl mit über 35Grad Hang­nei­gung. (!!Lawi­nen­ge­fahr!!) Plötz­lich lös­te sich ein Schnee­brett. 4 Per­so­nen einer 7ner Grup­pe wur­den ver­schüt­tet. Die nicht Ver­schüt­te­ten orga­ni­sier­ten sich blitz­schnell.

1 Per­son nahm das Zep­ter in de Hand. Mit dem Funk­ge­rät wur­de die REGA alar­miert. Die genau­en Koor­di­na­ten wur­den durch­ge­ge­ben, der Heli­lan­de­platz durch ein Feld von 20x20 Meter gekenn­zeich­net. Die andern zwei Per­so­nen haben die Lawi­nen­schau­fel aus dem Ruck­sack genom­men; das LVS (Lawi­nen­ver­schüt­te­ten­such­ge­rät) wur­de von Sen­den auf Suchen umge­stellt. Die wei­te­ren nicht ver­schüt­te­ten Per­so­nen haben ihr LVS auf Ret­tung umge­schal­tet. Das LVS des Suchen­den bestä­tig­te sofort die Anzahl der ver­schüt­te­ten Per­so­nen. Das ers­te Unfall­op­fer war nicht ganz son­dern nur teil­ver­schüt­tet und konn­te sehr rasch gebor­gen und betreut wer­den. Die zwei­te ver­schüt­te­te Per­son wur­de inner­halb 3 Minu­ten geor­tet. Mit der Bestä­ti­gung waren auf dem Gerät noch zwei ver­schüt­tet. Jetzt muss­te alles schnell gehen. Die größ­ten Chan­cen haben die Ver­schüt­te­ten, die in den ers­ten 15 Minu­ten von ihren Kame­ra­den gefun­den und aus­ge­gra­ben wer­den, 82 Pro­zent von ihnen über­le­ben. Dann sinkt die­ser Wert aller­dings dras­tisch ab: Wer inner­halb von 16 bis 30 Minu­ten aus­ge­gra­ben wird, für den sinkt die Über­le­bens­wahr­schein­lich­keit auf nur noch 36 Pro­zent. Zwi­schen­zeit­lich ist die REGA aus­ge­hend vom Stütz­punkt St. Gal­len-Win­keln mit den pro­fes­sio­nel­len Ret­tern ein­ge­flo­gen. Die gebor­ge­nen Lawi­nen­op­fer wur­den vom Arzt und Ret­tungs­sa­ni­tä­ter fach­män­nisch betreut. Das drit­te, wie auch das vier­te Unfall­op­fer wur­den inner­halb der nächs­ten 5 Minu­ten aus­ge­gra­ben und pro­fes­sio­nell betreut.

Mar­kus Good besprach zum Schluss der Ubung mit allen Anwe­sen­den die Ret­tungs­übung. Es war eine sehr gute Übung und es ist zu hof­fen, dass für die Tou­ren­sai­son 2013/2014 die­ser Ernst­fall nie in unse­rer Sek­ti­on ein­tref­fen wird.

 

Sil­van Egli