Brücken   –  mehr als Technik

Brü­cken sind ins­be­son­de­re auch im Gebirgs­raum mit sei­nen Steil­hän­gen, Tälern, Schluch­ten, Gewäs­sern ein bedeu­ten­des Infra­struk­tur-Ele­ment.  Jahr­hun­der­te zurück­ge­schaut gab es rela­tiv weni­ge Brü­cken, spä­ter lös­ten Indus­tria­li­sie­rung und Mobi­li­tät einen Boom aus. Brü­cken beein­flus­sen vie­ler­orts das Land­schafts­bild, wer­den aber heu­te als selbst­ver­ständ­lich ange­se­hen. Und ihrer Gestal­tung sind kaum mehr Gren­zen gesetzt. Die Kul­tur­sei­te in den Sek­ti­ons-Nach­rich­ten Nr.4/2019 geht in Kurz­form auf das The­ma ein; fol­gen­de Links füh­ren wei­ter:

Brü­cken-Klas­si­fi­zie­rung

Vom Brü­cken-Bedürf­nis zur Inge­nieur-Eli­te

Inter­view mit einem Inge­nieur

Brü­cken in Kul­tur und Gesell­schaft

 

Caspar Wolf   –   grosser Alpenmaler

Der im aar­gaui­schen Frei­amt auf­ge­wach­se­ne Cas­par Wolf (1735 – 1783) hat es meis­ter­haft ver­stan­den, Gegen­den in den Alpen ein­drück­lich male­risch fest­zu­hal­ten. Im Früh­ling 2019 wur­de in Muri/AG ein ihm gewid­me­tes Muse­um eröff­net. Es zeigt zwar einen klei­nen Aus­schnitt sei­nes Wer­kes, doch illus­triert mit vie­len Hin­ter­grün­den. Die Kul­tur­sei­te in den Sek­ti­ons-Nach­rich­ten Nr. 3/2019 geht ein­ge­hen­der dar­auf ein. Auch ver­schie­dens­te Schrif­ten, Medi­en und Bei­trä­ge haben in den letz­ten Jah­ren eini­ges zur Bekannt­heit von Cas­par Wolf bei­getra­gen.

 

William Turner im Kunstmuseum Luzern

Tur­ners Begeis­te­rung für die Schweiz war gross. Der welt­be­rühm­te Maler (1775–1851) hat sie sechs­mal besucht, dabei des öftern auch Luzern, hat skiz­ziert und gemalt. Das Kunst­mu­se­um Luzern prä­sen­tiert bis 13. Okto­ber die Aus­stel­lung „Das Meer und die Alpen“, mit  Bil­dern von ein­zig­ar­ti­ger Schön­heit und fest­ge­hal­te­nen Licht- und Wet­ter-Stim­mun­gen. Orga­ni­siert in Koope­ra­ti­on mit der welt­be­kann­ten Tate Gal­le­ry Lon­don.

 

Crystallization   –   Aktuelles Kulturprojekt des SAC

Es ist wie­der soweit! Alle paar Jah­re wid­met sich der SAC einem grös­se­ren Kul­tur­pro­jekt. 2019 ste­hen nicht ein­zel­ne Kunst­wer­ke im Vor­der­grund, son­dern im Mit­tel­punkt steht die Fra­ge „Haben die Wer­te der alpi­nen Kul­tur in der urba­nen Welt noch eine Zukunft?“ Dem The­ma geht das Pro­jekt des Schwei­zer Alpen-Club SAC in Tisch­ge­sprä­chen, Tafel­run­den, Bege­hun­gen und  künst­le­ri­schen Inter­ven­tio­nen nach. Vier­zehn Ver­an­stal­tun­gen zwi­schen Mai und Okto­ber 2019 ver­ste­hen sich gleich­sam als Pro­zes­se einer Kris­tal­li­sa­ti­on, eines Schür­fens von und nach The­men und Aus­druck­for­men. Die Teil­neh­men­den sol­len dabei ihre Sin­ne schär­fen. Im Vor­der­grund steht die per­sön­li­che Erfah­rung. Die Anläs­se sind mit Beschrie­ben im Inter­net des SAC publi­ziert. Wesent­li­ches zum Kul­tur­pro­jekt – als Inter­view mit dem Kura­tor Jean Oder­matt – ist auch im April­heft „ALPEN“ nach­zu­le­sen.

 

Das Hackbrett  –  feiner als sein Name

Die­ses vor allem auch aus der Appen­zel­ler Volks­mu­sik bekann­te Sai­ten-Instru­ment ist älter als vie­le ver­mu­ten dürf­ten, ist welt­weit ver­brei­tet und unter ver­schie­de­nen Bezeich­nun­gen bekannt. Auf­grund einer Besich­ti­gung (SAC Uzwil Senio­ren Novem­ber 2018) in der Hack­brett-Werk­statt von Wer­ner Alder the­ma­ti­siert die Kul­tur­sei­te der Sek­ti­ons-Nach­rich­ten Nr. 2/2019 die­ses Musik-Instru­ment. In der Foto­ga­le­rie der SAC-Exkur­si­on sowie auf den Inter­net­sei­ten von „Alder-Hack­brett“ und dem „Ver­band Hack­brett Schweiz“ ist Wei­te­res in Erfah­rung zu brin­gen.

 

Stonehenge im Knonaueramt  –  Nachlese zur Kulturtour März 2019

Die Kul­tur­tour vom 19. März 2019 führ­te ins zür­che­ri­sche Kno­nau­er­amt. Dort gibt es eine bemer­kens­wer­te Häu­fung von Mega­lith-For­ma­tio­nen, haupt­säch­lich Stein­rei­hen, auch Krei­se. Über ihre Ent­ste­hung rät­seln selbst Fach­leu­te, denn es gibt kei­ne Über­lie­fe­run­gen. Der pen­sio­nier­te Bau­in­ge­nieur Richard Wal­ker beschäf­tigt sich seit lan­gem inten­siv damit und hat Unter­su­chun­gen wie Theo­ri­en dazu ent­wi­ckelt. Ob die Stel­lung die­ser Blö­cke der Stein- oder Kel­ten­zeit zuge­ord­net wer­den, viel­leicht auch ande­ren Ursprun­ges sind, tut hier nicht all­zu viel zur Sache. Inter­es­sant zu ent­de­cken sind sie jeden­falls, und etwas rät­sel­haf­te Span­nung darf in unse­rer wis­sen­schaft­lich domi­nier­ten Zeit wohl blei­ben.

Anga­ben zur Tour vom 19. März  /  Medi­en­be­richt TA-03.03.16  /  Doku Wal­ker  /  Doku-Wal­ker Nach­trä­ge

 

Die weisse Gefahr  –   Umgang mit Lawinen

Im Sek­ti­ons­nach­rich­ten-Heft Nr. 1/2019 ist die Kul­tur­sei­te dem The­ma  „Lawi­nen“ gewid­met. Sie sind zwar ein Natur­er­eig­nis, aber mit kul­tu­rel­lem „Bei­geschmack“. Die Unesco hat Ende 2018 den Umgang mit Lawi­nen in das imma­te­ri­el­le Kul­tur­er­be auf­ge­nom­men.  Zum Lawi­nen­schutz St.Antönien gibt es ein inter­es­san­tes Foto­buch. Und zum The­ma Lawi­nen sind beim Bun­des­amt für Kul­tur und dem Insti­tut für Schnee- und Lawi­nen­for­schung vie­le Infor­ma­tio­nen abruf­bar.

 

Gletscher-Archäologie

Mit der Kli­ma­er­wär­mung geht der Rück­zug von Glet­schern ein­her. Das schmel­zen­de Eis hat an ver­schie­de­nen Orten Gegen­stän­de und mensch­li­che Über­res­te frei­ge­legt, die zum Teil bis meh­re­re Jahr­tau­sen­de ver­bor­gen waren. Die Aus­wer­tung die­ser Fun­de gibt For­schern und Wis­sen­schaft­lern wert­vol­le Erkennt­nis­se über eins­ti­ges Leben sowie Kli­ma­ver­hält­nis­se. Die Kul­tur­sei­te der Sek­ti­ons-Nach­rich­ten 4/2018 hat die 2018–4_Glet­scher­ar­chäo­lo­gie zum The­ma und weist auf beson­de­re Fun­de hin, etwa im Süd­ti­rol (Ötzi), am Schnide­joch oder am Porcha­bel­la-Glet­scher.  Bis 3. März 2019 ist im Wal­li­ser Geschichts­mu­se­um Sion eine Aus­stel­lung zur Glet­scher­ar­chäo­lo­gie zu sehen.

 

Der verwegene Alpen-Feldzug Suworows

Vor rund  220 Jah­ren zog ein gros­ses rus­si­sches Heer über etli­che Schwei­zer Alpen­päs­se. Der Feld­zug ist miss­glückt, doch er ist viel­leicht gera­de des­we­gen in die (Schwei­zer) Geschich­te ein­ge­gan­gen. Aus Anlass einer letz­tes Jahr abge­hal­te­nen Aus­stel­lung im Natio­nal­mu­se­um Schwyz ruft  die Kul­tur­sei­te der  Sek­ti­ons-Nach­rich­ten (2018 Nr. 3)  das Ereig­nis in Erin­ne­rung. Dar­über hält jedoch das Suwo­row-Muse­um im glar­ne­ri­schen Lin­thal eine stän­di­ge Aus­stel­lung bereit. Die Leis­tung des rus­si­schen Hee­res (170km mit 8000m Höhen­dif­fe­renz) kann auf dem Kul­tur­weg „Via Suwo­row“ in vie­len Etap­pen nach­voll­zo­gen wer­den. Es gibt zudem vie­le wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum The­ma im Inter­net.

 

Die Berge  –  etwas näher bei den Göttern

In den meis­ten Reli­gio­nen gibt es Bezü­ge zu den Ber­gen. Ber­ge sind nicht sel­ten Orte kul­ti­scher Hand­lun­gen oder ande­rer Gescheh­nis­se, Ber­ge sind Sym­bo­le oder Sitz von Göt­tern. Ber­ge sind hier­zu­lan­de oft mit Gip­fel­kreu­zen ver­se­hen, was auch schon zu Kon­tro­ver­sen geführt hat.  Kir­chen und Klös­ter ste­hen oft auf­fal­lend auf mar­kan­ten Anhö­hen. Die Kul­tur­sei­te in den Sek­ti­ons­nach­rich­ten Nr. 2/2018 führt zum The­ma hin. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen mit fol­gen­den Links:

Buch­tipps zum The­ma

Zusam­men­stel­lung Hei­li­ger Ber­ge

Zoro­as­tris­mus:   Die unbe­kann­te Reli­gi­on (Hör­sen­dung)   /   Die letz­ten Anhän­ger Zara­thu­stras

 

Zwischen Gubel und Kappel   –   Nachlese Kulturwanderung 8. Mai 2018

Die Kul­tur­wan­de­rung vom 8. Mai 2018 unter Lei­tung von Urs Gün­ther führ­te in das Hügel­land zwi­schen Zuger Berg­ge­biet und Albis. Auf rela­tiv engem Raum  exis­tie­ren Orte, die vor rund 500 Jah­ren in den Reli­gi­ons­krie­gen zur Schwei­zer Geschich­te gewor­den sind, oder die an Gescheh­nis­se wäh­rend die­ser Zeit erin­nern. Fol­gen­de Links laden zur The­men-Ver­tie­fung ein:

Vor­aus­set­zun­gen zur Refor­ma­ti­on  / Refor­ma­ti­on als Kriegs­grund

Für­schwand im Schlacht­ge­län­de Gubel / Kapel­le Gubel

Kap­pe­ler Milch­sup­pe / Aus der Geschich­te von Kap­pel am Albis

 

Fortschritt mit Opfern   /   Wägitaler Kraftwerk

Vor hun­dert Jah­ren begann die Rea­li­sie­rung der Kraft­wer­ke im Wägi­tal. Infol­ge des  Mau­er­bau wur­de der inne­re Tal­bo­den mit dem Dorf Inner­thal geflu­tet. Für einen Gross­teil der Bevöl­ke­rung änder­ten sich Lebens­si­tua­ti­on und Exis­ten­zen stark. Vie­le wur­den im Tal umge­sie­delt, ande­re muss­ten es ver­las­sen. Die Kul­tur­wan­de­rung  unter Lei­tung von Urs Gün­ther hät­te zu den bedeu­tends­ten Stel­len des Kraft­werks­baus und der Land­schafts­ver­än­de­run­gen geführt. Die Tour ist man­gels Anmel­dun­gen aus­ge­fal­len und wird wahr­schein­lich zu einem spä­tern Zeit­punkt neu auf­ge­legt. Die fol­gen­den Links füh­ren zu ver­tie­fen­den Infor­ma­tio­nen:

Zusam­men­fas­sung des ehem. Staats­ar­chi­vars   /  Aus­führ­li­che Dar­stel­lung in Form einer Matu­ra­ar­beit  /  Beschrieb der Anla­gen  /  Bil­der von Alt-Wäg­gi­tal  /  Mein­rad Ing­lins „Urwang“  /  „Urwang neu auf­ge­legt“  /  Beat Hüp­pins „Tal­was­ser“  /  Autoren­blog Beat Hüp­pin

Kul­tur­sei­te Sek­ti­ons­nach­rich­ten Nr 2/2017; Wägi­tal