Senioren-Wanderwoche in Lenk im Simmental vom So. 27.8. – Fr 1. Sept. 2017

Lei­ter: Rue­di Merz und Rena­to Bürg­ler

Anzahl Teil­neh­mer: 34

Sonn­tag, 27.8.

Anrei­se: Abfahrt Bahn­hof Uzwil. Wir SACler sind pünkt­li­che Leu­te. Ein Car der Fir­ma Pfis­ter aus Wald­kirch bringt uns – unter­bro­chen mit einer Kaf­fee­pau­se ins hüb­sche Lenk im Sim­men­tal.

Das Hotel ent­spricht ganz unse­rem Geschmack. Schlüs­sel ver­tei­len, Zim­mer­be­zug, ein­puf­fen, sich ver­kös­ti­gen und anschlies­send geht’s zum Dorfrund­gang zwecks Ori­en­tie­rung. Die Gon­del­bahn trägt uns anschlies­send über den „Stoss“,hinauf auf „Lei­ter­li“ auf 1943 m.

Petrus will uns immer wie­der mit ein paar Regen­trop­fen erschre­cken. Pech gehabt. Wir erschre­cken nicht so leicht.

Im Restau­rant durf­ten wir unsern Durst — auf Kos­ten des kürz­lich ver­stor­be­nen SAC Mit­glied Rue­di Blum — löschen. Vie­len Dank. Nach der Rück­kehr ins Dorf schwenk­ten wir zum hüb­schen, klei­nen „Len­ker­see­li“ ab, der schilf­be­wach­sen, Fischen, Enten und andern Lebe­we­sen Nah­rung und Schutz bie­tet. Um 17:30 Uhr sind wir im Hotel Kro­ne zurück. Um 18 Uhr ori­en­tie­ren uns Rue­di und Rena­to über die kom­men­den Wan­der­ta­ge. Die Wol­ken ver­drü­cken sich. Son­ne pur ist für die nächs­ten Tage ange­sagt.

Anne­lie­se Ross­feld

Mon­tag, 28.8.

Rue­di und Rena­to haben sich diver­se Tou­ren aus­ge­dacht. Heu­te star­ten wir in zwei Grup­pen. Die ers­te Grup­pe mit 13 Teil­neh­mern trifft sich um 8.25 Uhr beim Bus­bahn­hof. Die 2te mit 17 Teiln. eine Stun­de spä­ter. Die ers­ten 600 Hm auf den „Bühl­berg“ dür­fen alle mit dem Bus zurück legen. Die ers­ten wan­dern über „Hah­nen­moos“ (1957m), „Lavey“ (2200m), „Tierberg“(2371m) zum „Sew­le­horn“ (2467m), wo wir unsern Mit­tags­lunch ein­neh­men. Wir haben eine schö­ne Aus­sicht ins Unter­land nach Lenk und Adel­bo­den und kön­nen die Berg­welt um uns im leich­ten Dunst bewun­dern. Zurück über den Tier­berg geht der Abstieg unter ande­rem durch ein lau­schi­ges Wäld­chen mit Him­bee­ren, Prei­sel­bee­ren und unzäh­li­gen Pil­zen. Vor allem Flie­gen­pil­ze haben uns in Unmen­gen ent­ge­gen geleuch­tet.

Die zwei­te Grup­pe, geführt von Moni­ka und Maria, wan­dern über „Würt­ne­re“ und „Seewle“(2079m) zum „Laub­bär­g­li“ (1848m). Dort tref­fen sich bei­de Grup­pen wie­der und genies­sen einen küh­len Trunk.

Der Laub­bärg­li­bus bringt uns ins Tal hin­un­ter. Der orts­kun­di­ge Chauf­feur erzählt uns Anek­to­ten über Land und Leu­te und zeigt uns den ver­stei­ner­ten Baum­stamm. Es war für alle ein wun­der­ba­rer Tag.

Rita Stor­chen­eg­ger

Diens­tag, 29.8.

Früh­mor­gens im Bus Rich­tung „Iffi­gen­alp“ geht es noch zu und her wie wäh­rend der „rush hour“ in der Gross­stadt: Gedrän­ge, Platz­man­gel…! (trotz Reser­va­ti­on).

Alle 3 Grup­pen star­ten von der Iffi­gen­alp (1584m). Das Platz­pro­blem löst sich von selbst auf der Wan­de­rung hin­auf zum „Iffi­gen­see“. (2065m) der sich im bes­ten Licht prä­sen­tiert. Wir stau­nen, genies­sen und machen uns auf zur „Wild­horn­hüt­te“ (2303m). Der Auf­stieg hat sich gelohnt. Wir genies­sen die herr­li­che Aus­sicht bei Has­li­ku­chen, Apfel­ku­chen und..und…

Auf dem Rück­weg neh­men wir die Schot­ter-Rou­te auf der ent­ge­gen­ge­setz­ten See­sei­te. Echt inter­es­sant!, um dann, pünkt­lich um 16 Uhr für die Tal­fahrt bereit zu sein. Fahr­plan sei Dank wird uns noch eine Stun­de Auf­ent­halt im Iffi­gen­alp Restau­rant geschenkt, denn der Bus fährt erst wie­der um 17 Uhr und bringt uns zufrie­den zur Lenk zurück. Dan­ke Rue­di!

Grup­pe 2 u. 3 stei­gen eben­falls zum Iffig­see auf. 9 bezw.10 Pers. Die 9ner Grup­pe geht auf glei­chem Weg zurück. Die 10ner Staf­fel geht eben­falls zur Wild­horn­hüt­te, danach aber wei­ter mit Auf-und Abstieg, Lei­ter und Fix­seil zum „Tun­gel­pass“ (2084m) – „Stüb­le­ni“ (2109m) zurück zum „Lei­ter­li“ und anschlies­sen­der Tal­fahrt.

Ich sehe lau­ter zufrie­de­ne Gesich­ter. Dan­ke allen Lei­tern und Beglei­tern.

Loui­se Wick

 

Mitt­woch, 30.8.

Früh­stück wie gewohnt ab 7 Uhr. Wegen aku­ten Hör­pro­ble­men von Ernst über­neh­me ich die 3. Grup­pe. Zusam­men mit der 1.Gruppe fah­ren wir nach „Zweis­im­men“ und mit der Rin­der­bahn hin­auf auf den „Rin­der­berg“ (2011m). Hier tren­nen sich die Wege der Grup­pen. In leich­tem auf und ab geht’s über den Rin­der­berg zum „Par­weng­sat­tel“. Bei einer ein­la­den­den Alp­wirt­schaft unter­stüt­zen wir die Sen­ne­rei mit Geträn­ke-und Käse kauf. Bald kam der „Horn­berg“ in Sicht. 4 Teil­neh­mer woll­ten den nächs­ten Bus nach „Saa­nen­mö­ser“ neh­men, der Rest der 7ner Grup­pe wan­der­te wei­ter um die „Horn­flue“ und stopp­te auf hal­bem Weg ins Tal den nächs­ten Bus der auch uns nach Saa­nen­mö­ser brach­te. Wir konn­ten im nost­al­gi­schen „Plüsch­zug“ nach Zweis­im­men fah­ren. Umstei­gen und wei­ter in die Lenk. Beim Ape­ro im Gar­ten war auch Ernst wie­der dabei. Alles wie­der OK!

Die 2te Grup­pe fuhr mit Rena­to hin­auf zum Lei­ter­li, nah­men den Weg über „Gry­den“ (mit ein­drück­li­chen Fels­for­ma­tio­nen) zum „Trüt­lis­berg­pass“ (2038m) und zum Schluss durch die impo­san­te „Wall­bach­schlucht“ zurück nach Lenk.

Die 1.Gruppe mit Rue­di fuhr eben­falls auf den Rin­der­berg. Ihre Rou­te führ­te sie über „Türli“81987m) „Tube“ (2106m) „Stübleni“(2109m) zum „Lei­ter­li“. Mit der Seil­bahn nach Lenk zurück.

Lis­beth Schlau­ri

Don­ners­tag, 31.8.

Der erwar­te­te Wet­ter­wech­sel ist ein­ge­trof­fen. Dar­um durf­ten wir etwas län­ger lie­gen blei­ben. Besamm­lung für alle an der Bus­sta­ti­on um 9:15 Uhr. Bei Regen brach­te uns der Bus in 10 Min. zu den „Sim­men­fäl­len“.

Bereits hier beka­men wir einen ers­ten Ein­druck von der Wucht des Was­sers. Die „Sim­me“ don­nert hier die letz­te Steil­stu­fe hin­un­ter. Wäh­rend sich ein paar weni­ge von hier wie­der auf den Rück­weg mach­ten, begann für den Rest der Auf­stieg am Bach ent­lang. Die­ser führ­te steil hin­auf und bot immer wie­der spek­ta­ku­lä­re Ein­bli­cke in die tosen­den Flu­ten. Der Weg darf auf die­sem Abschnitt nur hang­auf­wärts began­gen wer­den. Ein spe­zi­el­les Erleb­nis war die Über­que­rung der „Bar­bar­a­b­rü­cke“. Mit unglaub­li­cher Wucht stürzt die brau­ne Flut und Gischt unter uns in die Tie­fe. Rena­to ging vor­aus und zeig­te uns danach sei­ne trie­fen­den Hosen. So konn­te jeder sel­ber ent­schei­den, ob er /sie den Weg über die Brü­cke, oder den Umweg über die Alp­stras­se neh­men will.

Nach etwa 1 ½ Stun­den erreich­ten wir „Sie­ben­brun­nen“. Hier tritt das Was­ser in brei­tem Fächer aus einer Gesteinspal­te im Fels. Ein wahr­haf­tig wun­der­ba­rer Platz zum Ver­wei­len. Wir zogen es aber vor, im nahen Berg­beiz­li Mit­tags­rast zu hal­ten.

Der Abstieg auf der Alp­stras­se war rasch geschafft. Die Grup­pe teil­te sich erneut. Die einen nah­men den Weg nach Lenk trotz Regen unter die Füs­se, wäh­rend es die andern vor­zo­gen, im tro­cke­nen auf den nächs­ten Bus zu war­ten. Trotz miss­li­chem Wet­ter tra­fen alle zufrie­den und beein­druckt im Hotel ein. Der Rest des Nach­mit­tags konn­te für Kör­per-Klei­der-und Schuh­pfle­ge genutzt wer­den.

Aber das abso­lu­te high­light des Tages war das Abend­essen. Mit einem Über­ra­schungs­dessert in Form von kunst­voll aran­gier­ter Gla­ce­tor­ten bedank­te sich das Per­so­nal für unse­ren Auf­ent­halt. So etwas habe es in all den Jah­ren noch nie gege­ben!

 

Frei­tag, 1.9.

Heim­rei­se: Wuff, und schon lie­gen unse­re Wan­der­ta­ge in den letz­ten Zügen. Es nie­selt. Die ganz hart­ge­sot­te­nen Teil­neh­mer machen sich auf den „Sim­men­ta­ler Haus­weg“, der teils der Sim­me ent­lang, aber auch an beson­ders präch­ti­gen Bau­ern­häu­sern vor­bei führt. Und die „Spiel­höl­le“ war auch wie­der in Betrieb. Cana­sta, Dog, oder Rum­mikub bis zum umfal­len oder am Stuhl kle­ben. Für die Mit­tags­ver­pfle­gung war jeder selbst besorgt.

Schlag 14 Uhr schwenk­te der Bus in den Vor­platz des Hotel Kro­ne ein. Unser Gast­ge­ber wink­te uns herz­lich zum Abschied. Nach dem Bar­egg Tun­nel gerie­ten wir in einen 2stündigen Stau. Stop and go…

Die staat­lich ver­ord­ne­te Ruhe­pau­se des Chauf­feurs gereich­te auch uns zum Woh­le in Form einer Ver­pfle­gungs­mög­lich­keit in der Auto­bahn­rast­stät­te bei Win­ter­thur. Um 21 Uhr erreich­ten wir gesund und unfall­frei wie­der hei­mi­schen Boden.

Wir Senio­ren freu­en uns, dass auch Senio­ren in fort­ge­schrit­te­nem Alter die Gemein­schaft aktiv oder pas­siv genies­sen kön­nen.

Bli­bet gsund und lebet wohl, mer freu­et üüs ufs nöchs­te Johr.

Ein herz­li­ches Dan­ke viel­mal an Rue­di Merz und Rena­to Bürg­ler und deren Ehe­frau­en. Sie haben alles per­fekt orga­ni­siert und durch­ge­führt. Auch das ein high­light!   Und …..ger­ne wie­der ein­mal.

Anne­lie­se Ross­feld