JO-Ostertouren 2012 — Klettern im Tessin
6. — 9. April 2012

Ostern, die Zeit zum Ski­tou­ren. So waren auch die­ses Jahr eini­ge Tou­ren geplant, eigent­lich im Val di Camp, dann wur­de jedoch infol­ge Schnee­man­gel ins Sil­vret­ta­ge­biet umdis­po­niert. Gespannt wur­den die Wet­ter­pro­gno­sen bis zu den Ostern ver­folgt, wel­che jedoch lei­der unbe­stän­di­ges und schlech­tes Wet­ter auf der Alpen­nord­sei­te her­vor sag­ten. So muss­ten lei­der die Ski­tou­ren abge­sagt wer­den. Und was nun? Soll­ten alle die Ostern im trü­ben Unter­land ver­brin­gen? Nein! Kur­zer­hand wur­de wie­der umdis­po­niert und Steff avi­sier­te das neue Ziel, klet­tern im Tes­sin. Der Unmut über das schlech­te Wet­ter war nun sogleich ver­flo­gen und es folg­te die Vor­freu­de aufs Klet­tern. So traf man sich Frei­tags um 11 Uhr zur gemein­sa­men Fahrt ins Tes­sin. Via San Ber­na­di­no bret­ter­ten wir etwas müh­sam ins Mag­gia­tal, jedoch infol­ge der vie­len Stau­jun­kies (dies soll’s gemäss Radio DRS wirk­lich geben) etwas müh­sam. Anschlies­send wur­de unser fast schon Redu­it arti­ges Quar­tier auf­stellt, gab es doch infol­ge der vie­len Hun­de (Wuf­fi Wuf­fi) unse­ren Z’Nacht zu ver­tei­di­gen. Nach dem fei­nen, in der Ost­schweiz von Cor­ne­lia vor­be­rei­ten Znacht ging’s bald zu Bett.

Am Mor­gen des Sams­tag erwach­ten wir alle etwas schlep­pend. Es hat­te die Nacht über gereg­net und so gab es kei­nen Anlass zum Stress. Nach einem aus­gie­bi­gen Früh­stück und der Defi­ni­ti­on des Klet­ter­ge­bie­tes Arceg­no ging es erst ein­mal beim Coop vor­bei, wo die Ver­pfle­gung für Früh­stück und Znacht gekauft wur­de, wie auch sons­ti­ger ess­ba­rer Ramsch und die obli­ga­ten Gum­mi­bär­li in immensen Dimen­sio­nen. Den rest­li­chen Teil des Tages ver­brach­ten wir nun auch noch winn­voll mit Klet­tern, wobei trotz der vie­len Leu­te vie­le tol­le Rou­ten geklet­tert wer­den konn­ten. Am Abend wur­de ein fei­nes Riz Casi­mir zube­rei­tet und viel gelacht und gespro­chen über die­ses und jenes, bevor wir uns dann wie­der in unse­re Schlaf­sä­cke ver­kro­chen.

Sonn­tag­mor­gen, schnel­les Früh­stück. Geplant war im Val­le di Onser­no­ne zu klet­tern, ein super schö­nes Gebiet. Rein ins Büss­li und schon kut­schier­te uns Steff durch die engen Kur­ven hin­ein ins schö­ne, ruhi­ge­re Tal. Beim Auf­stieg zu den Klet­ter­rou­ten pras­sel­ten lei­der – ent­ge­gen der Wet­ter­vor­her­sa­ge, eini­ge Regen­trop­fen nie­der. Da die Rou­ten aus­ge­spro­che­ne Plat­ten­schlei­cher waren und folg­lich bei Näs­se nicht zu klet­tern sind, kehr­ten wir schwe­ren Mutes um und dis­ku­tier­ten über mög­li­che Alter­na­ti­ven. Ober­halb von Ron­co soll es einen neu­en Klet­ter­gar­ten geben, herr­lich über dem See gele­gen. Also dann halt noch­mals ab ins Büss­li. Kaum aus dem Onser­no­ne­tal, Son­nen­schein pur und kei­ne Spur mehr von Regen. Der Klet­ter­gar­ten war sehr schön, jedoch schwie­rig. So klet­ter­ten alle im Sti­le von „Gib äm dä Buz­zi“ und reiz­ten Ihre Ober­ar­me aus. Nach vie­len Rou­ten und tol­len Klet­te­rei­en bega­ben wir uns wie­der zurück auf den Zelt­platz. Typisch Tes­sin, ver­speis­ten wir eine fei­ne Polen­ta und kro­chen auf­grund der zuneh­men­den käl­te in bal­di­ger Eile in unse­re Schlaf­sä­cke.

Mon­tag – lei­der schon der letz­te Tag. Der Mor­gen ver­lief etwas zag­haft, infol­ge der kal­ten Nacht (Minus­tem­pe­ra­tu­ren) woll­te die eine Genera­ti­on nicht auf­ste­hen und lie­ber noch etwas unter den Federn blei­ben (um wel­che Genera­ti­on es sich dabei han­delt, sei hier offen gelas­sen – Hin­wei­se sie­he Bil­der…). Nach dem Früh­stück und dem anschlies­sen­den schnel­len Abbau­en der Zel­te sowie ordent­li­chen Ein­la­den wur­de zum Klet­tern in’s Val­le di Gor­du­no aus­ge­rückt. Tol­le Mehr­seil­län­gen­rou­ten war­te­ten auf uns und Urs lies mit sei­ner Aus­sa­ge, es sei­en Schlan­gen vor­han­den Roman das zügi­ge Klet­tern ler­nen. Das dies ein Witz war, wur­de zum Bedau­ern des zwei­ten jedoch erst am Abend geklärt. So gaben wir alle noch ein­mal Voll­gas und rock­ten eine Län­ge um die ande­re. Das Wet­ter war noch ein­mal schön, jedoch blies uns ein zügi­ger, kal­ter Wind ins mitt­ler­wei­le brau­ne Gesicht. Lei­der muss­ten wir unse­re Klet­ter­sa­chen nun defi­ni­tiv ver­stau­en. Infol­ge den wie­der­um viel­fach vor­han­den Stau­jun­kies stress­ten wir nicht, son­dern genos­sen in einem sehr schö­nen Grot­to noch ein­mal eine gros­se Stär­kung bevor wir uns auf die Lan­ge heim­fahrt mach­ten, wel­che Steff trotz der all­mäh­li­chen Wede­ge­en­te in den Fin­gern her­vor­ra­gend meis­ter­te. Zufrie­den, glück­lich und müde infol­ge der ziem­lich vor­ge­schrit­te­nen Uhr­zeit tra­fen wir alle Zuhau­se ein. Die­se alter­na­ti­ven Oster­ta­ge wer­den uns sicher allen gut in Erin­ne­rung blei­ben. Die tol­len Klet­te­rei­en, lus­ti­gen Gesprä­che und die tol­le Atmo­sphä­re waren ein­fach JO mäs­sig.

Herz­li­chen Dank an Steff Gäm­per­li + allen Teil­neh­mern! Mit dabei waren: Steff Gäm­per­li, Cor­ne­lia Lehn­herr, Oli­ver Zan­gerl, Mar­ti­na Rüegg, Sascha Knecht, Urs + Tina Moos­mann, Roman Hüp­pi