9 Teilnehmer, TL Hans Gämperle
Abfahrt 06.45 Uhr ab Bahnhof Uzwil mit 2 Autos. Kaffeehalt in Schoppernau. Beim kleinen Kraftwerk hinter Schoppernau stellen wir die Autos ab und fahren mit dem Postauto hoch nach Schröcken auf 1260m. Die Strassen sind noch nass, es hat offenbar vor kurzem noch geregnet.
Um 09.10 Uhr Abmarsch in Schröcken über die Vordere und die Hintere Felle Alpe rauf zur Braunarl-Fürggele 2146m. Unterwegs zweimal Rast. Gleich weiter über den gut gesicherten Anstieg zur Braunarlspitze auf 2649m, die wir um 13.45 Uhr erreichen. Nebelfetzen versperren zuerst die Aussicht, aber dann reissen sie auf und geben einen wunderbaren Blick frei auf die Gipfel und Täler der Umgebung.
Nach einer ausgiebigen Gipfelrast Abstieg zum Fürggele und über Alpweiden und Strässchen (zum Teil matschig wegen des Viehs) zur Biberacher Hütte auf 1862m. Um halb sechs sind wir dort und können noch die untergehende Abendsonne geniessen. Insgesamt haben wir 1410 Höhenmeter rauf und 810 runter gemacht mit 6h 25' reiner Marschzeit.
Das Wetter ist ideal für Touren, warm aber nicht heiss, mit guter Fernsicht.
Die Hütte ist pumpenvoll, und weil wir die Sitten und Gebräuche zu wenig kennen, verpassen wir es, drinnen rechtzeitig Platz für das Nachtessen zu besetzen. Wir müssen deshalb draussen auf der Terrasse essen, was für die meisten kein Problem ist; einzig Edi Schiess stellt fest, dass offenbar beim Materialdepot unter der Braunarlspitze die abnehmbaren Hosenbeine liegen geblieben sind, und mit kurzer Hose ist es sehr kühl. Er nimmt deshalb dankbar das Angebot des Tourenleiter an, seine Pyjamahose darüber zu ziehen. Das Essen ist dreigängig, ausgiebig und gut, und um halb acht gibt es dann sogar noch Platz drinnen, sodass wir den Rest des Abends in wohliger Wärme verbringen können. Untergebracht sind wir im Winterraum für uns allein, und weil die Reserveplätze für die Sektion Biberach nicht in Anspruch genommen werden, haben wir zum Schlafen mehr als genug Platz.
Am Sonntag gibts um 7 Uhr Frühstück, und um halb acht marschieren wir los. Der Himmel ist wolkenlos, und so sind wir froh, dass der Aufstieg teilweise im Schatten verläuft. Um 09.15 Uhr erreichen wir die Hochkünzelspitze 2497m und geniessen eine Stunde lang die warme Sonne. Von nun an gehts abwärts, für den grösseren Teil der Gruppe direkt zu den parkierten Autos 1600m tiefer, die sie kurz vor 15 Uhr erreichen. 3 Unentwegte nehmen nochmals einen Anstieg auf den Toblermannskopf 2010m auf sich und steigen über die Gräsalpe ab; für sie summieren sich die heutigen Höhenmeter auf 975m rauf bzw. 1930m runter und die reine Marschzeit auf 5 ¼ Stunden.
Um gut 16 Uhr treffen wir den Rest der Gruppe in der Krone in Schoppernau, genehmigen uns einen Radler und einen Coupe Danmark oder etwas ähnliches, rechnen untereinander ab und fahren dann ohne weiteren Halt nach Hause. Müde und verschwitzt stellen wir einmal mehr fest, dass der Bregenzerwald es in sich hat; man unterschätzt ihn immer wieder, und mit seinem Blumenreichtum, dem coupierten Gelände, seiner Nähe und der freundlichen Bevölkerung ist er mehr als ein lohnendes Ziel. Es ist das Verdienst von Hans Gämperle, immer wieder Touren in diese Gegend zu führen. Herzlichen Dank dafür!
Hp. Haltner