Mit Auto, Appenzellerbahn und Publicar sind wir am Samstagvormittag nach Weissbad/Lehmen gefahren. Es lag reichlich Schnee, so dass wir beim Restaurant Lehmen bereits die Schneeschuhe montieren konnten. Unser Ziel war die Chammhaldenhütte vom SAC Säntis. Durch tiefverschneite Wälder ging der Weg leicht ansteigend in Richtung Schwägalp. Die Kinder hatten schwere Rucksäcke zu tragen, denn der Hüttenwart hat uns angeraten die Schlafsäcke mitzunehmen. Da wir uns frühzeitig auf den Weg machten, konnten wir uns für den ca. acht Kilometer langen Weg genug Zeit lassen. Gegen 15.00 Uhr erreichten wir die Hütte. Der Hüttenwart empfing uns mit einem freundlichen Willkomm und und führte uns in die warme Stube.
Für die Kinder ging der Tag aber noch lange nicht zu Ende. Eine mächtige Schneeverwehung auf der Ostseite der Hütte wurde kurzerhand zu einem Höhlenlabyrinth umfunktioniert. Kubikmeterweise wurde die weisse Pracht aus dem mächtigen Schneehaufen geschaufelt. Am Ende resultierte eine derart grosse Schneehöhle, dass die gesamte Gruppe (4 Mädchen und 3 Knaben) locker darin Platz fand.
Während der Nacht war ein Sturm aufgekommen und hat ununterbrochen an der Chammhaldenhütte gerüttelt. Als wir uns am anderen Morgen im Windschatten der Hütte für die zweite Etappe unserer zweitägigen Tour bereit machten, ahnten wir schon, was auf uns zukommen würde. Bei strahlendem Wetter fegte ein eisige Wind von der Schwägalp kommend über die Chammhalde. Die Kinder mussten sich mit aller Kraft gegen die Windböen stemmen. Diese Erfahrung war für die Kinder sicher sehr spannend.
Etwas weiter unten Richtung Rossfall legte sich der Wind rasch. Gemütlich stapften wir durch den tiefen Schnee talwärts und erreichten am Nachmittag die Postauto-Haltestelle Steienflue, oberhalb dem Rossfall. Müde aber um ein schönes Erlebnis reicher machten wir uns auf den Heimweg. Im Namen der Kinder danke ich Carlo Dal Zotto herzlichst für die umsichtige Tourenleitung.
Beat Kägi