JO ...das Tagebuch

Skitour Piz Rotondo
9./10. März 2002

Am Samstag Morgen war es wieder einmal soweit! Vier Jo-ler und neun SAC-Mitglieder fuhren mit den Autos durch den Gotthardtunnel ins Bedrettotal. Nach einem Kaffee im nahegelegenen "Beizchen" klebten wir die Felle auf die Skiers und marschierten Richtung Piansecco-Hütte los. Doch schon nach zweihundert Metern fluchten schon die ersten über die so wohlig wärmende Sonne... Manch einem kamen die Schweisstropfen vom Aufstieg zur Sasc-Furä vom letzten Sommer wieder in den Sinn. Um die Mittagszeit an der Hütte angekommen, beschäftigten sich Ivo und Steff mit dem Räumen der Terrasse. Ja, auch Klück versuchte seine Arbeit zu verrichten... Bei einem kühlen Bier und Sonnenschein genossen die einen den Nachmittag, die anderen begaben sich in den nahen Klettergarten und versuchten mit den Skischuhen einen "Siebner" zu klettern. Nach einem Nachtessen, das sicher nicht jeder zuvor schon einmal gegessen hatte, begaben wir uns der Nachtruhe...
Noch zu finsterer Stund hiess es aufstehen und Morgenessen, damit wir um sechs Uhr losmarschieren konnten. Es war jedem Teilnehmer sofort klar, dass die Harscheisen schon vor der Hütte montiert werden mussten. Der Schnee war so hart. Wir hatten schon einige Höhenmeter hinter uns und die ersten durchquerten schon den ersten, ziemlich steilen Hang. Ich begab mich gleichermassen in das Bord doch bei mir griffen, so glaube ich, die Eisen nicht richtig im Schnee.
Ich fiel um und rutschte mit rasanter Geschwindigkeit ca. 70 Meter den gefrohrenen Hang hinunter. Man kann sich sicher vorstellen wie Hände und Arme aussehen, wenn man im T-Shirt geht und keine Handschuhe trägt! Mir ist es eine Lehre gewesen, dass ich in Zukunft bei gefrorener Schneedecke die richtige Kleidung wählen werden!
Für mich war klar, dass ich zur Hütte zurückkehren musste. Die Kollegen gingen weiter und erreichten zum Teil sogar den Gipfel des Piz Rotondo bei stahlblauem Himmel.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Teilnehmern recht herzlich bedanken, allen voran Simon Krucker für die spontane Hilfe nach dem Sturz, und Andreas Sutter für die super Organisation der Tour. Es war wirklich toll, abgesehen, ja...

Pirmin Fischbacher