JO ...das Tagebuch

Ostertouren 2002

Fünf JO-ler und zwei JO-Leiter besammelten sich am Karfreitag um 5.30 Uhr am Bahnhof Uzwil. Mit dem Billett Luzern - Brünig - Meiringen, bestiegen wir den Intercity nach Zürich.
Die gemütliche Fahrt unterbrach sich mit zweimal umsteigen. In Meiringen angekommen begrüssten wir unsern Führer Fritz, für die nächsten vier Tage. Während der Fahrt nach Räthrichsbodensee genossen wir die frischgebackenen Gipfeli mit Schoggi gesponsert von Fritz.
Ein heftig lauer Sommerwind empfing uns. Die Felle flogen im Winde an die Skis. Aufstieg bei blauem Himmel und abflauendem Wind zur Bächlitalhütte via Pulverschneehängli. In der Hütte angekommen brutzelte schon Ivo's erste Röschti mit Bergkäse in der Pfanne.

Ein feiner Duft rief alle an den engen Tisch. Suppe, Salat, Reis, Poulet sweet and sour, Gulasch und Karamelcreme mit Bächlitalkaffee. Direkt anschliessend nächtigten wir bis 5.30 Uhr.

Auf den Skis ging es unter die Fellenberglücke wo wir die Steigeisen montierten um sie zu überqueren. Die Abfahrt über steile Hänge führte uns zur unbewarteten Lauteraarhütte. Trotzdem bestellte Markus, Ivo und Claudio eine Röschti aus dem Hüttenwartvorrat wo wir auch das Nachtessen (Spaghetti mit Sugosauce) bezogen. Alle, auch welche die bereits das Nachtlager getestet hatten sassen zum Essen am Tisch. Nach einer langen Nacht bis 7.15 Uhr assen wir Ivo's drei Waroholzofenbrote. Eine rasche Hüttenreinigung ermöglichte uns den baldigen Aufbruch bei Sonnenschein zum Hubelhorn Dreitausend plus x m.ü.M. Dazwischen liessen sich Steff, Claudio und Ivo den anscheinend besten Hang nicht entgehen. Nachdem alle auf dem ersten Gipfel standen lunchleten wir beim Skidepot. Danach führte uns Fritz über den Gletscher zur Gaulihütte. Bei der Abfahrt tauchte Claudio wieder einmal in den Schnee. Der Schlussmann Ivo rief HALT: " Pause, Steff häsch Drooht do?" Mit dem nötigen Flickzeug vom Materialwart befestigte man Claudios Schalenschuh an der gebrochenen Bindung. Mit hangbreiten Kurven von 200 Metern meisterte Claudio den halbwegs-bruchharschigen Hang.

Kurze Zeit nach der obligatorischen Röschtibestellung eroberten wir die Sonnenbank vor der Hütte. Gauliwein wurde vom Hüttenwart für die Umbuchung in die Lauteraarhütte gespendet. Den genossen wir mit faulen Sprüchen über die vielen Skitouristen, die sich auf dem Schneelaufsteg direkt vor unseren Füssen präsentierten. Da wir beim Nachtessen in die zweite Schicht eingeteilt waren, testeten wir kurz nachdem die Sonne untergegangen ist unser Nachtlager. Der Salat und die Mohrenköpfe schmeckten uns allen sehr, die Teigwaren glichen jenen des Vorabends.
Bereits um 4.00 Uhr piepsten die ersten Uhren. Wir durften uns nochmals eine halbe Stunde drehen. Ausser Neschti, er flog fast wie Simi durch die Hütte auf das Klo. Schnell etwas essen, trinken, Schuhe u. Gstältli montieren, Rucksack schnallen und schon gings los. Die erste Pause widmete sich jenen, welche sich die Zeit nicht nahmen, um vor dem WC Schlange zu stehen... Ein frischer Aufstieg über den Gletscher war es auf das Rosenhorn. Bei blauem Himmel, Sonnenschein und um einiges wärmeren Temperaturen nahmen wir den Gipfelgrat in zwei Seilschaften in Angriff. Geniale Aussichten auf den Mittellegigrat, Schreckhorn, Mönch, Eiger,...
2500 Höhenmeter Abfahrt standen uns bevor. Zwar nicht gerade super Pulverschnee, doch trotzdem wirklich lohnenswert. Um 13.15Uhr bestiegen wir in der Rosenlaui unser Taxi in die Zivilisation nach Meiringen. Im Bahnhöfli genoss Ivo seine letzte Rösti mit Spiegelei und Bergkäse. Auch der Käseteller, Cervelatsalat, die Pizza und der Coupe kamen gut an. Schlussendlich bestiegen wir den Zug und fuhren über den Brünig via Zürich nach Uzwil zurück.

Teilnehmer der Ostertouren 2002: Pirmin Fischbacher, Anita, Petra, Stefan Gämperli, Markus Good, Claudio Hess, Ivo Thaler und der Bergführer Fritz Moor

die Gämperlis