Freitag und Samstag - Anreise:
Am Freitagabend um 22:00 trafen sich 14 voll motivierte
JO-ler und SAC-ler am Bahnhof Uzwil, nachdem einige noch den Uzwiler-Herbstmarkt besuchten. Mit einem
vollgestopften, gemieteten Bus rollten wir Richtung Genua. Die Fahrt verlief ruhig und ohne besondere
Ereignisse.
Früher als geplant erreichten wir den Hafen von Livorno. Nach zwei Stunden Wartezeit
konnten wir einschiffen und die riesige Fähre der "Corsica Ferries" erforschen.
Die vierstündige Reise nach Bastia (Korsika) verbrachten die meisten mit jassen oder schlafen.
Bei wunderbarem Wetter trafen wir um ca. 12:00 in Bastia ein. Nach einer kurzen Irrfahrt durch Bastia
ging's durch die felsige Landschaft Korsikas nach Francardo. Dort stellten wir bei einem "alt
bekannten Zeltplatz" unsere ausgeliehenen Pfadi-Zelte auf. Da das eine Zelt, Namens
"Susi", einfach nicht ordnungsgemäss aufgestellt werden konnte, bastelte es unser Techno-Hans
und Christian mit einem Hammer irgendwie zusammen.
Danach, am Samstagabend, kamen wir "klettergeilen Typen" auch noch zu unserer
Hauptbeschäftigung: Sportklettern. Nebenbei muss aber betont werden, dass es sich bei einigen, vor allem
bei Nesti, nicht um Sportklettern, sondern eher um Techno-Klettern oder Sporthängen handelte.
Sonntag:
Gut ausgeschlafen assen wir "Zmorgen" und rüsteten uns zum Klettern. Am
schönen Klettergarten von Caporalino in Francardo, nur einige Minuten Busfahrt von unserem Zeltplatz
entfernt, verbrachten wir den Morgen. Nachmittags zerrten wir an den mit Tafonilöchern versehenen Routen
des Klettergarten "Sité d'escalade de Cuccia". Dort gab es zwei Routen, die besonders
beliebt waren. Wegen des hohen Schwierigkeitsgrades lies jedoch die halbe JO einige Tropfen Blut liegen.
Montag:
Mit dem Bus fuhren wir direkt an den unteren Klettergarten des Restonica-Tals in
Corte. Dieser besteht aus schönen Granitfelsen. Highlight war eine 6a-Route mit einem schönen überhang.
Wegen der extremen Seilreibung um die Kanten des Felsens hatte unser Techno-Hans einiges zu tun, damit
Petra auch genug straff gesichert wurde.
übrigens: Durch Hans' spezielle Sicherungstechnik und die
Benützung der Expressschlingen als Griff anstatt nur als Sicherungselement erhielt er den Namen:
"Techno-Hans"
Dienstag:
Am Dienstag brachen wir unsere Zelte zusammen und zügelten nach Porto Vecchio zum
Zeltplatz Golfo di Sogno. Natürlich war auch wieder Sportklettern angesagt. Auf einem kurvigen, steilen
Weg führte uns Pädi Schilling zum Klettergarten Punta Calcina. Dieser zeichnete sich durch den schönen
Kalkfelsen, den vielen überhängen und einer spektakulären Verschneidung zum Lieblingsklettergarten
vieler Teilnehmer aus.
Mittwoch:
Auch den Mittwoch verbrachten wir mit Sportklettern, Sporthängen und
Techno-Klettern. Der Klettergarten lag am Bavello-Pass. Nach einem Fünf-Minuten-Marsch erreichten wir
einen wunderschönen Granit-Klettergarten. Gewaltige Tafoniüberhänge mit super quot;Bierhenkel"
verschönten den Tag. Am Abend kochte Pädi Schilling sein Lieblingsgericht; Gulasch. Zusammen mit Klück
zauberte er ein überaus scharfes Menu. Doch leider waren sie mit dem Fleisch nicht ganz so grosszügig
wie mit dem Gewürz und kauften im nahegelegenen Supermarkt "6 € / Kilo - Fleisch". Dieses
ähnelte einem riesigen Kaugummi.
Donnerstag:
Am Donnerstag verbrachten wir nur den halben Tag mit Klettern. Um den Kletterfels zu erreichen mussten
wir zuerst eine Stunde durch korsisches Gestrüpp (Wildsauenweg) spazieren. Der Fels war leider nicht
gerade der beste und war zusätzlich mit Unkraut und Dorngestrüpp bewachsen.
Da es den ganzen Tag bewölkt war, hörten wir bereits um ca. 13:00 mit Klettern auf. Danach badeten
einige Teilnehmer im Meer. Unser Techno-Hans musste wieder mal übertreiben indem er recht weit ins Meer
hinaus schwamm.
Freitag:
Leider war auch am Freitag schlechtes Wetter, das uns das Klettern erschwerte. Darum fuhren wir nochmals
zum Punta Calcina Klettergarten wie am Dienstag). Nach einer Route begann es aber so stark zu regnen,
dass wir mit dem Klettern aufhören mussten. Doch Nesti kletterte ganz nach dem Motto "Schmerz isch
geil!" und zerrte sich wie ein Frosch an den Express-Schlingen die Felswand hinauf.
Nach einer Tannenzapfenschlacht am Meer verbrachten die ganze Gruppe den Abend in Porto Vecchio. Dort
erkundeten wir die Gegend und speisten in einem Restaurant korsische Spezialitäten.
Samstag - Heimreise:
Schon um halb vier Uhr morgens mussten wir aufstehen, die Zelte zusammenpacken und nach Bastia fahren,
damit die Fähre nicht ohne uns nach Livorno reiste. Von Livorno her fuhr die vollständige Gruppe wieder
nach Uzwil. Glücklich, müde und mit einigen Gramm korsischem Sand in den Schuhen erreichten wir unsere
Heimat.
Fazit:
Ich fand das Lager einfach genial! Die Stimmung war super, das Wetter und der Fels optimal und die
Organisation spitze. Besten Dank an den Lagerleiter Steff Gämperli für dieses gelungene Lager.
Christian Frick
Teilnehmer:
Cornelia Lehnherr, Simon Krucker (Klück), Christian Frick, Patrick Züger, Philipp Züger,
Claudio Hess, Patricia Reiser, Petra Gämperli, Severin Lenz, Andreas Sutter, Hans Züger
(Techno-Hans), Patrick Schilling, Markus Good, Stefan Gämperli
| Fremdwörterverzeichnis: | |
| - Sporthängen: | 90% im Seil hangen, 10% klettern |
| - Technoklettern: | Ziel: Felswand erklimmen und dabei den Fels so wenig wie möglich berühren, dafür aber alles andere. |
| - Tafonilöcher: | Spezielle Felsformationen, sehen aus wie riesige, felsige Schwämme, mit riesen Emmentaler-Löcher |
| - Bierhenkel: | super Griffe |
Philipp Züger, Severin Lenz und Christian Frick