JO ...das Tagebuch

Finale 2002
Mittwoch 8. Mai

14 voll motivierte JO- ler und JO- Leiter besammelten sich um 20.00 Uhr am Bahnhof Uzwil. Der Grund? ... FINALE! ... ein Muss fur alle die in der Kletterszene verankert sind. Finale liegt zwischen Genua und Monaco direkt am Meer. Die Landschaft ist sehr Hugelig und mit Felsen durchsetzt durch die viele schöne Routen gebohrt wurden. Einfache Routen sind etwas sehr dunn gesäht, was aber noch lange kein Grund ist nicht auf Finale zu gehen.
Wir fuhren mit einem 15 er Bussli durch die Nacht richtung Suden. Zeitweise regnete es heftig, doch dass liess uns kalt.
Etwa um 2.30 Uhr fuhren wir auf dem „Verbotenen Zeltplatz“ ein. Auf einer Tafel steht geschrieben, ich zitiere: Mann kann nicht Zelten! Wir hatten Schwein mit dem Zelt aufstellen, denn es regnete nicht mehr.

Donnerstag 9. Mai
Nach einer erholsamen Nacht standen wir auf und sahen einen grau, feucht- bedeckten Himmel. Die Stimmung wurde etwas gedämpft. Wir fuhren in die Altstadt und sassen in ein Café und bestellten Chocolata calda oder Cappuchino. Gegen Mittag kam dann die „ Sonja“ hervor und motivierte uns JO-ler sofort an den Felsen zu hangen.
Direkt uber dem Zeltplatz , man muss nur etwa 4 min tschalpen, steht der „ Monte Cucco“ eine oofoschamt geniale Felswand auf der eine Jesus-Statue in die Ferne schaut.
Die Sonne brannte richtig, und manch einem wurden Erinnerungen von vergangenen Finale- Besuchen wachgeruttelt. Hier hatten wir die Möglichkeit Routen zu klettern wo man den Mittelfinger verschoppen oder in der Piazzstellung hinaufzuwurgen konnte. Einfach genial.
„Schwär ond Steil, Schmerzhaft Geil !“
Wir kletterten bis in den Abend hinein wodurch uns die Spaghetti fast von alleine in den Magen rutschten.
Jeder war dann froh, als er oder sie nächtigen konnte.
In der Nacht regnete es wieder und es soll sogar gedonnert haben. Pirmin und ich waren vermutlich die einzigen die nichts vom Donner gehört haben. Schliefen wir in einem Zelt mit Schallschutzwänden? ...

Freitag 10. Mai
Ausser zwei Zelte haben alle dichtgehalten. Im einen Zelt wurde sogar Geld gewaschen. Wir hatten aber noch zwei Ersatzzelte dabei welche wir dann aufstellten.
Es regnete immer wieder leicht. Heute wurde nichts mit Klettern. Nur Pädi Schilling und Röbi gingen am Abend noch zum Monte Cucco und rupften ein paar Routen.
Wir verbrachten den Tag im Städtchen, machten eine Beizentour und plunderten den Kletterladen „Rockstore“. Fur Petra, Phillip, Röbi und mich war es zu warm und so machten wir einen Tenufigg und sprangen in die schön grossen Wellen im Meer. Es hat sich gelohnt, denn am Abend wurde uns je eine Pizza spendiert von Pädi Zuger. Danke vill mol!
Und so brachten wir den Tag auch herum.

Samstag 11. Mai
Der Wetterbericht versprach nichts gutes, aber der Himmel war blau und mit wenigen Wolken. „Capo Noli“ war angesagt. Direkt am Meer.
Zuerst mussten wir etwa 15 Meter abseilen und dann noch einen Quergang machen bis wir unter den Routen standen. Es war herrlich mit dem rauschen des Meeres in den Ohren eine schwere Route hinaufzuwurgen. Christian war so berauscht, dass er die zweite Zwischensicherung erst anbrachte als er schon fast beim Stand angekommen war.
Mit der Zeit kam ein Wind auf und es wurde sogar etwas „ fretsch“. Mitte Nachmittag machten wir uns auf den Weg zur Promenade. Einige sprangen wieder ins Meer hinein und holten sich eine Erfrischung. Die Anderen sassen am Strand und genossen die Sonne.
Nach dem obligaten Einkauf im „ COOP“ kamen wir wieder zu unseren Zelten. Einige hatten noch nicht genug und gingen nochmals klettern vor dem Nachtessen. Es gab Risotto welcher von „Maschter Klunker“ geruhrt wurde. Es verhockte schön am Pfanndenboden. Pädi Schilling war etwa eine halbe Stunde lang am Putzen.
Das war leider auch schon das letzte Nachtessen vor der Abreise.

Sonntag 12. Mai
Zusammenräumen war angesagt. Die Zelte wurden abgebrochen, die Kuche zusammengeräumt und im Bussli verstaut. Wir hatten aber immer noch Zeit um Nochmals die Finger langzuziehen in den schmerzhaftgeilen Löchern des Monte Cucco.
Alle waren nochmals voll bei der Sache und powerten sich richtig aus.
Um 12.03 Uhr fuhren wir wieder Richtung Schweiz und liessen Finale hinter uns.
Das waren wieder geniale Tage die wir geniessen konnten.

Teilnehmer:
Robert Wick, Patrik Schilling, Markus Good, Patrick und Phillip Zuger, Cecilia Raschle, Christian Frick, Severin Lenz, Petra Gämperli, Pirmin Fischbacher, Patricia Reiser, Simon Krucker, Andrea und Claudio Hess

Claudio Hess